Wattengel

Wattengel® ist als Wortmarke geschützt. Jede Figur ist ein Unikat, für die ein Zertifikat

( Original aus der Wattengel-Werkstatt Wilfried Stüven ) ausgestellt wird – mit Nummer, Kaufdatum, Unterschrift.

Zum Verkauf stehen nur die Exponate, bei denen ein Preis angegeben ist.

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Nr.1-2014

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Nr.2-2014

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Nr.3-2014

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Nr.4-2014

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Nr.5-2014

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Nr.6-2014

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Nr.30-2017

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Nr. 32-2020 “Peggy”

„Bei der Arbeit an den Wattengeln hatte Schrubber zum ersten Mal gänzlich begriffen, was für ihn den Zauber eines Kunstwerkes ausmachte. Zum ersten Mal spürte er in der Partitur eines Klavierkonzertes die Liebe des Komponisten hinter den Tönen, zum ersten Mal erkannte er in manchen Bildern die Liebe des Malers hinter den Farben und dem Pinselstrich.

Als habe er ein neues Gehör bekommen, unterschied er seitdem Töne, die nur zu einer Komposition lauter Geräusche zusammengefügt waren, von denen, die die Liebe des Künstlers erkennen ließen.
Liebe war für Schrubber hörbar geworden, auch wenn sie ganz unterschiedliche Gestalt annehmen konnte. Sie konnte in den schluchzenden Geigen eines klassischen Konzertes genauso wohnen wie im lauten Dröhnen der Rockmusik.
Liebe war vielfältig und blieb dennoch immer einzigartig. Wie die unendliche Vielfalt der Töne in der ursprünglichen Natur. Wie eine Nacht im Regenwald.

Als habe er neue Augen bekommen, unterschied Schrubber die Bilder, die an der Wand des Museums hingen, danach, ob sie ihm nur eine bunte Fläche bedeuteten, oder ob er im ausgestellten Kunstwerk die innerste Liebe des Künstlers wiederfand, die
manchmal auch die Liebesqualen einschloss. Was man liebte, konnte manchmal auch Angst machen.
Liebe war für Schrubber sichtbar geworden und konnte sich in einem Kinderbild genauso offenbaren, wie in einem der großen, anerkannten Meisterwerke der Malerei.

Die Liebe, die in den Bildern wohnte, war vielfältig und blieb doch immer einzigartig. Wie der Sonnenuntergang.
Auch Schrubbers Nase hatte sich verändert und er konnte auf dem Heimweg, erschöpft von langer Wanderung, dankbar vor einem Rosenstrauch stehen bleiben, um den einzigartigen Geruch jeder Blüte in sich aufzunehmen.
„Das ist meine Tankstelle“, sagte er manchmal den Menschen, die sich über den seltsamen Mann wunderten und lächelte nachsichtig, wenn er sah, wie sich die Menschen an die Stirn tippten.

Schrubbers Gaumen unterschied seit einiger Zeit Geschmäcker, die ihm noch nie zuvor in den Sinn gekommen waren und ließ nicht mehr zu, dass ihm totes Fleisch über die Lippen kam. Zu sehr schmeckte die Zunge das zerstörte, gequälte Leben.
Den Wind, den Schrubber schon immer gerne mochte, wenn er besonders stürmisch daherkam, empfing er jetzt im Watt vor Cuxhaven mit nackter Haut. Besonders aber liebte er die ersten milden Lüfte im Frühjahr, die nicht nur der Haut schmeichelten, sondern in allen Sinnen eine frohe Erwartung weckten.

Keineswegs war es so, dass sich die äußere Welt verändert hatte. Sie war unverändert. Alles, was Schrubber jetzt so erfreute und das Leben so lebenswert machte, war auch vorher schon da. Alles, was das Leben jetzt für den Künstler Schrubber ausmachte, war schon lange im Angebot. Das Äußere war immer da. Er hatte es nicht gesehen. Er hatte eine andere Wahl getroffen. Es gab eine Wahl – wenn auch begrenzt.

„ aus: Wattengel

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